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Allgemeines

Neuntklässlerinnen der Gaildorfer Schlossrealschule fragen Frauenheilkundler

Dr. Wolfgang  Dähmlow, Frauenarzt in Gaildorf und Dr. med. Erik Schlicht Chefarzt, für Frauenheilkunde am Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd, beantworteten am Mittwoch, 19.11.2014 im Kernersaal der Limpurghalle zahlreiche Fragen der Schülerinnen.

Mädchen wollen verantwortlich mit ihrem Körper und mit ihrer Sexualität umgehen und nutzten deshalb die Chance, sich in geschlechtshomogenen Kleingruppen kompetenten Rat zu holen.

Trotz  Aufklärung im Elternhaus, durch die Medien und im Sexualkundeunterricht  der Schule wurde die Fragerunde gut angenommen. Die Schülerinnen  gaben im Vorfeld der Veranstaltung  schriftlich und anonym  Fragen für jeden Arzt  ab.  Verhütung und Nebenwirkungen der Pille,  der Besuch beim Frauenarzt, Menstruation, Sexualität, Geburt und Frauenkrankheiten waren die gewünschten Themenbereiche, über die die Gynäkologen  in einer vertrauten Atmosphäre informierten. Sehr positiv aufgenommen wurde von den Schülerinnen das Angebot von Dr. Dähmlow, eine Praxisführung durchzuführen. Diese findet zu Schuljahresende (Juli 2015) statt, um die Hemmschwelle vor dem ersten Besuch beim Frauenarzt zu überwinden.

Dr. Schlicht referierte zuerst über  Entwicklung, Anwendung, Sicherheit und die möglichen Nebenwirkungen der Pille. Erfreulicherweise  kommt man heute mit weitaus geringeren Hormonmengen aus als in den ersten Jahren der Pille. Dies würde auch das Thromboserisiko deutlich verringern. Er stellte aber auch  noch modernere Verhütungsmethoden wie das Hormonstäbchen. Mit der hormonellen Verhütung bzw. ab dem zwanzigsten  Lebensjahr beginne für Frauen auch die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, der durch eine Virusinfektion entstehen kann. Geimpft werden sollte noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr, da die Viren  vorwiegend bei sexuellen Kontakten übertragen werden. Nach Brustkrebs ist Gebärmutterhalskrebs das Tumorleiden, von dem Frauen am häufigsten betroffen sind. Die HPV- Impfung schützt Frauen vor den Veränderungen, die als Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs gelten.

Und wie wirkt sich das Rauchen aus? An dieser Stelle hätten einige gerne weggehört, ein Stirnrunzeln war nicht zu übersehen, aber die Antwort war eindeutig. Rauchen beeinflusse die Immunitätslage negativ und die Kombination  Rauchen und Pille wären als gesundheitliches Risiko sowieso abzulehnen, denn Früherkennung ist zwar gut, aber noch besser ist Vermeidung.

(Fotos/Text :Sabine Gaiser)

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