Leben an der SRG!

p1000729 p1050553
Allgemeines

Wald mit allen Sinnen erleben

Zwei Tage lang ging es für die 30 Schüler der Klasse 6a der Schlossrealschule Gaildorf auf eine spannende Erkundungstour durch den Wald. Die beiden Förster Herr Diemer und Herr Blessing zeigten ihnen an 2 Tagen, was es alles im Wald zu entdecken gibt. Begleitet wurde die Gruppe von den Lehrern Herr Schleicher und Frau Dürr und dem FSJ-lern (Freiwilliges Soziales Jahr) Tobias Scheuermann.

Im Theorie-Teil dieses Vormittags befassten sich die Schüler, die in 2 Gruppen eingeteilt waren, mit den Bäumen des Waldes. Es galt, Zweige von 4 verschiedenen Nadelbäumen zu erkennen. Zuerst hielten sie die Zweige hinter dem Rücken, um genau feststellen zu können, wie unterschiedlich diese sich anfühlen. Danach wurde die Nase als zusätzliches Hilfsmittel eingesetzt, jeder der Zweige hatte seinen eigenen Geruch.

Danach waren die Laubbäume dran: 7 verschiedene Blätter sollten die Schüler auf und um den Kirgelspielplatz finden. Als kleines gemeinsames Aufwärmspiel folgte „Waldsalat“, ein Spiel, bei dem jeder ein Blatt in der Hand hält. Sobald die Baumart seines Blattes genannt wird, muss er sich so schnell wie möglich einen anderen Platz im Kreis suchen. Danach spielten sie den Aufbau eines Baumstammes nach: in der Mitte war der stabile Kern, für den sich 4 Schüler fest ineinander hakten. Um sie herum stellten andere Schüler das Splintholz dar und beförderten, durch eine Aufwärtsbewegung, Wasser von unten nach oben. Die nächste Schicht des Stammes ist die Rinde, sie befördert Nährstoffe von oben nach unten. Die äußerste Schicht heißt Borke, deren Aufgabe ist es, Schutz nach außen hin zu bieten. Große Begeisterung unter den Schülern fand das Experiment zum Wassertransport des Baumes. Auf eine Seite einer Holzscheibe wird Spülmittel aufgetragen. Bläst man nun auf der anderen Seite dagegen, bilden sich Seifenblasen. Dies funktioniert aber nur im Splintholz, nicht im Kern. Abschluss des Vormittages war das gemeinsame Pflanzen neuer Bäume. Zusammen mit 2 Waldarbeitern setzten die Schüler 100 junge Eichen ein. Damit diese geschützt wachsen können, mussten auch Wuchshüllen für sie zusammengefaltet werden.

Der zweite Vormittag begann, wie der erste, mit dem Aufstieg Richtung Kirgelspielplatz. Nach einer kleinen Wiederholung des am Vortag Gelernten in Sachen Laub- und Nadelbäume, ging es gleich mit dem Thema des zweiten Tages los: Tiere im Wald. Wie eine Wildschweinrotte setzten sich die Schüler, nun wieder in 2 Gruppen, in den Wald und spielten dort den Tagesablauf eines Wildschweins nach. Dass ein Baumstamm den Schall sehr gut leitet, machen sich Eichhörnchen zu Nutze. Dies durften die Kinder mit eigenen Ohren erfahren. Ein Schüler kratzte am Ende des Baumstammes nach Art des Morse-Alphabets und die anderen Schüler, die ihr Ohr gegen den Baumstamm hielten, konnten leicht erraten, welcher Buchstabe es war. Die nächste Aufgabe war, in Gruppen von 5 Schülern, ein Tier vorzustellen. Dazu erhielten sie einen kleinen Text zu ihrem Tier. Sie sollten sowohl 5 richtige, als auch 5 falsche Aussagen über das Tier finden. Die anderen mussten dann erraten, was stimmte, und was nicht. Wieder in der großen Gruppe angekommen, bekam jeder ein Tier, eine Pflanze, oder einen Teil der Natur zugeordnet. Mit einer Schnur wurde immer das verbunden, was in Beziehung zu einander steht. Ergebnis war ein dichtes Netz. Die Schüler konnten gut erkennen, dass einzelne Lücken im Netz nicht besonders viel ausmachen. Fehlen aber mehrere wichtige Stützen, so bricht das Netz zusammen. Genauso funktioniert es mit dem Ökosystem Wald. Am Ende des Vormittags wurden von den Schülern noch einmal 100 Eichen gepflanzt. Müde und glücklich ging es dann nach Hause.

Artikel und Bilder: Tobias Scheuermann

Comments are closed.