Leben an der SRG!

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Allgemeines

“Eine unschätzbare Erfahrung”

Vier Gaildorfer Schülerinnen hat die Bürgerstiftung Gaildorf heuer wieder eine mehrwöchige Sprachreise ermöglicht. Nun haben Rebecca Hägele und Lisa Marie Stahl einen Bericht aus Montpellier geschickt.

frankreich

Wir sind nun schon seit drei Wochen hier und haben unsere Berichte bisher lediglich in den Blog der Bürgerstiftung gestellt. . . das muss sich ändern! Wir, das sind Rebecca Hägele aus der Schloss-Realschule und Lisa Marie Stahl aus dem Schenk-von-Limpurg-Gymnasium. Wir haben dieses Jahr das Stipendium der Bürgerstiftung Gaildorf in Form einer Sprachreise erhalten. Jetzt möchten wir gerne einen Einblick in die Gastfamilie, unser tägliches Leben hier und in das südfranzösische Montpellier geben.

Anfangs war es sehr schwer, sich mit Personen zu unterhalten und grundlegende Dinge zu verstehen. Natürlich hatten wir auch Probleme, uns in der Stadt zurechtzufinden und uns an den Kontrast zu unserer Heimat zu gewöhnen. Aber mittlerweile können wir uns in den kleinen Gassen gut orientieren.

Unsere Gastmutter Frau Monod lebt in einem etwa 255 Jahre alten Haus im Zentrum der Innenstadt. Die Zimmerwände sind fast fünf Meter hoch, und alle Räume sind gemütlich und großzügig eingerichtet. Außer uns leben noch weitere Jugendliche aus Venezuela, Japan, Afrika, Brasilien, Mexiko im Haus: zeitweise waren es noch drei Schüler, die ihre Französischkenntnisse verbessern wollten. In diesem internationalen Haushalt ist immer etwas los und man ist gewissermaßen auch gezwungen, sich auf Französisch zu unterhalten.

Morgens besuchen wir das Sprachinstitut, das nur vier Minuten von unserem Haus ansässig ist. Auf dem Weg dahin kommen wir an diversen Cafés und den Halles Castellanes, einer kleinen Markthalle, vorbei. Die Lehrer im Institut wechseln nahezu jede Woche, weil man Fortschritte macht und dadurch ein höheres Sprachniveau erlangt. Unsere Lehrkräfte sind stets gut gelaunt und sehr bestrebt, jedem bei seinen kleinen Problemen weiter zuhelfen. Sie bemühen sich auch immer, uns mit Gesten schwieriges Vokabular zu erklären. Die Lerngruppen sind unabhängig vom Alter zusammengestellt, wir wurden anhand unserer Kenntnisse eingeteilt.

Die Universitätsstadt bietet unzählige Möglichkeiten, die Nachmittage interessant zu gestalten: Sowohl Kultur als auch Erholung kommen nicht zu kurz. “Direkt um die Ecke” befinden sich das Musée Fabre, die Place de la Comédie, der Jardin des Plantes (botanischer Garten), die Porte du Peyrou. Mit der Tram kommt man in knapp 40 Minuten ans Meer an einen wunderschönen Strand.

Jetzt müssen wir schon daran denken, dass es bald wieder nach Hause geht. Wir freuen uns auf die Rückkehr und andererseits würden wir doch noch gerne hierbleiben.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals recht herzlich bei der Bürgerstiftung Gaildorf bedanken, die uns diese Reise ermöglicht hat und dank der wir jetzt solch interessante und unvergessliche Erfahrungen machen können. Vielen Dank auch an unsere Schulen, die uns für die Dauer von zwei Wochen vom Unterricht freigestellt haben. Wir empfehlen jedem Schüler, der die Möglichkeit erhält, sich für das Stipendium zu bewerben, diese Chance auch wahrzunehmen. Der Wert dieser Erfahrungen ist unschätzbar.

Rebecca Hägele und Lisa Marie Stahl

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